Langen gegen Atomkraft

Aktuell:

Mittlerweile haben wir den 3199. Tag der Katastrophe in Fukushima. Auch wenn die Behörden in Japan den Unglücksreaktor als stabil bezeichnen: die Katastrophe ist eine fortdauernde. Zur Erinnerung daran haben in Langen am Lutherplatz 113 Mahnwachen unter dem Titel: Atomkraft - Nein danke! stattgefunden. Es beteiligten sich am Anfang jeweils um die 100 Menschen daran, mittlerweile liegt die Teilnehmerzahl bei etwa 40. Zwar hat das mediale Interesse an der Atomkatastrophe ein wenig nachgelassen, dennoch wollen wir die Mahnwachen fortsetzen. Besser gesagt: gerade jetzt wollen wir weitermachen, denn wenn wir den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie jetzt wollen, dann dürfen wir in unseren Aktionen nicht nachlassen. Dies verdeutlichte eindrucksvoll Pfarrer Steffen Held, der uns den roten Faden vorhielt: einen roten Faden, der für den Geduldsfaden steht, den wir nicht verlieren wollen, ebenso den roten Faden für die inhaltliche Orientierung und den seidenen Faden, der die Atomtechnologie von einem Unfall trennt. Alle drei Argumente sind dauerhaft richtig, darum haben wir uns entschlossen weiterzumachen. Am Rande der Mahnwache haben sich eine Reihe von Menschen gefunden, die in einer Anti-Atomkraft-Gruppe in Langen mitarbeiten wollen, das macht Mut. Wir blicken zurück auf die Aktionen zum Tschernobyl-Gedenktag am Ostermontag, den 25. April 2011. In Biblis fand ein Sternmarsch auf das Stadtzentrum statt, es fuhren wieder zwei Busse vom Bahnhof Dreieich-Buchschlag. Bei allen Mahnwachen hallten die Rufe “Abschalten, Abschalten” unüberhörbar über den Lutherplatz. Ebenso unüberhörbar wie die von Tommy Scharf vorgetragenen Protestlieder bei der 6. Mahnwache. Auch die 13. Mahnwache mit Frau Dunja Rajter und dem Redebeitrag von Frau Dr. Dörte Siedentopf war ein voller Erfolg. Frau Dr. Siedentopf war inzwischen schon mehrfach Gast bei unseren Mahnwachen, zuletzt berichtete sie über eine aktuelle Reise in die USA. Letztes Highlight war unsere 49. Mahnwache mit Dr. Gregor Gysi als Gastredner. Da waren auch mal wieder fast 100 Teilnehmer zu verzeichnen. Auch zur 100. Mahnwache konnten wir 80 MitstreiterInnen begrüßen, trotz  anfangs sehr regnerischem Wetter. Alle bekundeten klar, dass sie  weitermachen wollen, bis alle Atomanlagen abgeschaltet sind.

 

 

114. Mahnwache “Atomkraft - nein, danke!”

Montag, 03. Februar 2020

Langen, Lutherplatz (am Buchladen), von 18 bis 19 Uhr

Auch im Jahr 2020 setzen wir unseren Protest an jedem 1. Montag im Monat fort. Wir kämpfen weiter für die Stilllegung aller Atomkraftwerke weltweit, gegen die Verschiebung von Atommmüll und halten die Erinnerung an die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima wach. In diesem Jahr wenden wir uns vor allem gegen Castor-Transporte nach Biblis, aber auch gegen die Olympischen Spiele in Japan, die zum Teil sogar direkt in der Präfektur Fukushima veranstaltet werden sollen. Die japanische Regierung versucht den Eindruck zu erwecken, alles sei in Ordnung. Das ist es aber nicht, nach wie vor gibt es eine hohe radioaktive Strahlung in der Region, und Zehntausende Bewohner können nach wie vor nicht in ihre Heimat zurückkehren.  Wir freuen uns auf zahlreiche Beteiligung, denn wir müssen weiter aktiv und wachsam  bleiben. Wir erheben unsere Stimmen für eine sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit. Wir sollten nicht vergessen, dass auch in  Deutschland noch immer 7 Atomkraftwerke am Netz sind.

    Unser Kampf geht weiter, wir freuen uns auf eure Beteiligung.

Die Ruinen der Reaktoren in Fukushima, Japan, sind ein ständiges Mahnmal gegen Atomkraft und weiterhin extrem gefährlich.

 Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam für den schnelleren Atomausstieg. Setzen wir ein  deutliches Zeichen! Sprecht mit Freunden und Bekannten, kommt alle. Ab  sofort jeden 1. Montag im Monat!

 

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LGA Artikel 2013

 

Die Initiative “Langen gegen Atomkraft”

 hat sich im März 2011, unmittelbar nach der TEPCO-Katastrophe in Fukushima (Japan) gebildet. Seitdem führen wir regelmäßige Mahnwachen in Langen am Lutherplatz durch, erinnern an die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima, halten Kontakt zu anderen Anti-Atom-Initiativen in der Region und darüber hinaus. So haben wir zahlreiche Demonstrationen unterstützt: in Biblis, in Neckarwestheim, in Berlin, in Wiesbaden, in Düsseldorf oder Schweinfurt. Es ist uns wichtig, dass die Menschen in aller Welt verstehen, dass Atomkraft keine Zukunft hat. Ja, dass unsere Enkel uns dafür verfluchen werden, dass wir ihnen diese Lasten aufgebürdet haben, ohne, dass sie jemals einen Nutzen davon haben werden. Deshalb gilt: je schneller abgeschaltet wird, umso besser.