Meine Motivation

Bereits seit dem 26. April 1986 bin ich ein strikter Gegner der Atomenergie. Seit der Explosion des Kraftwerks in Tschernobyl ist klar: diese Technologie ist nicht beherrschbar. Aber im Laufe der Jahre ist die Bewegung leiser geworden, andere Probleme haben sich in den Vordergrund geschoben. Bei mir waren das Beruf und Familie und ein starkes gewerkschaftliches Engagement im Fachbereich Banken zunächst bei der Gewerkschaft HBV (Handel, Banken und Versicherungen), später dann in Ver.di. Dort war ich lange Jahre in der Bundestarifkommission Banken, auch im Fachbereichsvorstand Hessen aktiv. Auch heute bin ich meiner Gewerkschaft eng verbunden, aber als Rentner nicht mehr so aktiv. Hier in der Bundesrepublik hatte es ja einen Ausstiegsbeschluss gegeben. Dieser war zwar nicht zufriedenstellend, aber immerhin. Als dann die neue CDU/FDP-Regierung diesen Beschluss wieder zurückdrehte, ist offensichtlich nicht nur mir der Kragen geplatzt. Es gab eine riesige Demonstration in Berlin, an der ich teilnehmen konnte bei der unter anderen .ausgestrahlt als Organisator auftrat. Es war beeindruckend zu sehen, wie lebendig die Anti-AKW-Bewegung noch immer ist. Und von da an habe ich mich wieder engagiert. Nach der Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 haben wir in Langen die Initiative “Langen gegen Atomkraft” gegründet. Seitdem veranstalten wir regelmäßige Mahnwachen, und zwar jeweils am 1. Montag im Monat um 18 Uhr am Lutherplatz in Langen. Wir wollen den sofortigen und weltweiten Atomausstieg. Und wir, das sind Monat für Monat 40 Menschen, die dafür auf die Straße gehen. Bei besonderen Gelegenheiten waren wir auch schon mal 100, und wenn es regionale oder zentrale Aktionen gibt beteiligen wir uns gerne auch gemeinsam daran. Diese Aktivitäten haben uns schon nach Berlin, nach Neckarwestheim, nach Wiesbaden, nach Biblis, nach Grafenrheinfeld und auch nach Düsseldorf oder Gorleben geführt. Wir haben uns fest vorgenommen nicht nachzulassen mit unseren Aktionen bis unsere Ziele erreicht sind.

Fuku Großplakat